Hoengen. Sterben in dieser so auf das Leben fixierten Gesellschaft ist etwas, das Menschen, die dem Tod entgegensehen, dem eigenen oder dem eines lieben Menschen, oft überfordert. Seit zehn Jahren begleiten die inzwischen 30 Ehrenamtlichen des Hospizdienstes St. Anna Menschen im Nordkreis in diesen Grenzsituationen, hören zu, helfen, sind einfach da.
Begangen wurde dieses Jubiläum mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Hoengener Kirche St. Cornelius und später mit einem Festakt im Seniorenheim St. Anna, wo der Hospizdienst seine Basis hat. Ein Moment des Innehaltens und vor allem des Reflektierens. Was ist das für ein Dienst, den ich da leiste? Was gibt er dem anderen, und was gibt er auch mir? Fragen, die die Frauen auf ganz persönliche Weise beantworteten.
Zum Beginn spürten Weihbischof Karl Reger und Pfarrer Ulrich Eichenberg im Gottesdienst dem nach. Reger dankte «all denjenigen, die sich vom Schicksal kranker und sterbender Menschen haben berühren lassen». «Die Mitarbeiter des Hospizdienstes lösen ein, was Jesus versprochen hat, sie helfen in Grenzsituationen des Lebens, teilen Trost aus und wirken heilsam», so Ulrich Eichenberg.
Begonnen hat die Hospizarbeit in Alsdorf 1992 mit der Überlegung von Beatrix Hillermann, damals Sozialarbeiterin im Seniorenheim St. Anna, und dem Leiter des Heims, Hanno Frenken, dass Sterben der Menschen dort anders, mit mehr Würde begleiten zu wollen. Daraus entwickelte sich die Idee, einen ambulanten Hospizdienst aufzubauen.