Liebe strahlt auch ohne Worte!

Sonnenschein aus Sambia für vier Monate
in St. Anna
Viele haben Sie bereits mit ihrem mitreißenden Lächeln ins Herz geschlossen. Seit Mitte Oktober ist Inutu Kamajojo als Freiwillige Helferin in unserem Seniorenzentrum aktiv.

Die 20-Jährige, die in ihrer Heimat in Zentralafrika Sozialarbeit studieren will, bekam über den Verein „Eine Welt Engagement e.V.“ die Möglichkeit, an einem einjährigen interkulturellen Sozialaustausch teilzunehmen, wovon Sie 4 Monate bei uns im Seniorenzentrum verbringen wird.

Sie sei ein sehr offener und freundlicher Mensch sagen die Mitarbeiter von Wohnbereich 2, dort, wo Inutu momentan Ihre ersten Eindrücke sammelt. Später soll Sie auch das Team vom Sozialen Dienst unterstützen.

Auch Ihre sambischen Freunde meinen, das Sie ganz besonders gut umgehen kann  mit verschiedenen Menschen in verschiedenen Situationen. Das ist es auch, was Sie machen möchte. Menschen mit Problemen helfen oder wie Sie sagt: „ Ich möchte Licht in ihr Leben bringen“

Mit ihrer Betreuerin B. Leuer

Schon nach kurzer Zeit sind ihr die ersten Unterschiede zwischen Ihrer Heimat und ihrem Gastland aufgefallen. „Hier gibt es für jede Art von Abfall einen eigenen Behälter, das war mir ganz neu“ staunte sie. Alles sei viel schneller, die Menschen seien unheimlich beschäftigt und hätten immer was zu tun. Dies sei wohl auch der Grund, warum es für wirklich alles eine Maschine gäbe meinte Sie scherzhaft.

Die Menschen seien zwar gestresst aber sehr freundlich, fröhlich und liebenswert und überhaupt nicht rassistisch wie Sie sofort betont. Davor hatte Sie am meisten Bedenken, wie die Menschen auf Ihre Hautfarbe reagieren und ob Sie mit Anfeindungen rechnen müsse. Das Gegenteil war bisher der Fall freut Sie sich. „Alle sind so nett zu mir!“ Soviel wie möglich möchte Sie über unser Land und über unsere Kultur kennen lernen, gleichzeitig aber auch etwas von ihrer Kultur vermitteln. Das ist ihr wichtig.

Inutu ist ein sehr gläubiger Mensch, für Sie ist es schwierig zu verstehen, wenn jemand sagt, das er zwar Christ sei, aber nicht an Gott glauben würde. "Gott", meint Sie, "ist für mich der Kreislauf des Lebens." Ihr Glaube hat Sie auch nach Deutschland gebracht. Ein sambischer Pfarrer hat Sie für dieses Projekt vorgeschlagen und nach mehreren Tests wurden Sie und ein zweites Mädchen, Mazuba Ngunda, ausgewählt. Nach Ihrer Ankunft kamen Sie erst einmal für mehrere Wochen bei einer Gastfamilie in Düren unter, wo Sie auch ihre ersten Deutschkenntnisse sammelten. Die Gastmutter, eine Lehrerin, unterrichtete Sie täglich.

Noch liegt ein aufregendes Jahr vor ihr, aber Sie freut sich auch auf Ihre Rückkehr, denn dann will Sie das vierjährige Studium der Sozialarbeit beginnen, auch wenn Sie dafür Studiengebühren bezahlen muss. “Aber ist es nicht toll, das Frauen mittlerweile die gleichen Rechte und Chancen haben wie die Männer in meinem Land?“ sagt Sie und betont stolz, das Sie zwar noch ein Entwicklungsland seien, aber eine demokratische Regierung mit sogar einigen weiblichen Ministern im Parlament haben. Die Rolle der Frau hat sich gewandelt und neben Heiraten und die Kinder versorgen ist nun auch studieren und Karriere realisierbar.

Natürlich gibt es noch Verständigungsprobleme, da unsere Bewohner und auch einige Mitarbeiter nicht die englische Sprache beherrschen, aber das ist nicht das Entscheidende. Man verständigt sich zur Not auch mal mit „Händen und Füßen“ und einem Lachen. Das hat bisher hervorragend geklappt!

Inutu freut sich auf die nächsten drei Monate mit uns. Wir wünschen Ihr weiterhin viele positive und überraschende Begegnungen und dass es Ihr gelingt, viel Licht in das Leben Ihrer Mitmenschen zu bringen – und das nicht nur in St. Anna.

 

eine welt engagement e.v. steht seit 1996 für Erfahrung im interkulturellen Austausch mit Sambia und ermöglicht deutschen und sambischen Jugendlichen einen einjährigen Einsatz im Sozialen Dienst für Frieden und Versöhnung.

Mehr Informationen rund um den Verein finden Sie auf der Website